Die Seuchen RHD und Myxomatose sind in Deutschland sehr verbreitet und stellen eine tödliche Gefahr für unsere Kaninchen dar.

Es gibt zwei Formen der Schutzimpfung, auch als Immunisierung bezeichnet, die passive und die aktive.

Eine passive Immunisierung erfolgt durch die Verabreichung von Antikörpern gegen bestimmte Erreger. Neugeborene können in den ersten Stunden nach der Geburt mütterliche Antikörper mit dem Kolostrum (Biestmilch) durch die Darmschleimhaut aufnehmen und sind so für bis zu 12 Wochen gegen bestimmte Erreger immun. In dieser Zeit sind sie in der Lage, selbst Antikörper gegen Erreger in ihrer Umwelt zu produzieren.

Bei einer aktiven Immunisierung (Schutzimpfung) werden Erreger in den Organismus gebracht, meist durch eine Injektion. Diese sind nicht krankmachend (pathogen), veranlassen aber die Antikörperbildung. Die Antikörper sind bei den einzelnen Impfstoffen unterschiedliche Zeiten wirksam. Deshalb sind die Anweisungen der Hersteller unbedingt zu beachten und Auffrischungsimpfungen termingerecht (Booster) vorzunehmen.

Kranke oder stark abgemagerte Tiere sollten nicht geimpft werden, da ihre Fähigkeit zur Antikörperbildung vermindert sein kann. Bisweilen erkranken Tiere nach der Impfung, was zu Unrecht der Impfung zugeschrieben wird. Es ist eher zu vermuten, dass diese Tiere in der Inkubationszeit, also nach erfolgter Infektion geimpft wurden. Durch aktive Immunisierung kann ein Seuchenausbruch sicher verhindert werden. Der Erreger bleibt in der Population jedoch vorhanden. Deshalb müssen Impfprogramme über lange Zeiträume durchgeführt werden. Quellenangabe: Textauszüge Dr.med.vet.habil. Bodo Busch, Zeitschrift Kaninchen 4/2006

Wichtiger Hinweis vor jeder Kaninchenimpfung!

Die zu impfenden Kaninchen müssen gesund sein. Durch ungünstige Haltungs- und Fütterungsbedingungen sowie Ekto- oder Endoparasitenbefall und versteckte bakterielle Infektionen kann die Wirksamkeit der Schutzimpfung beeinflusst werden. Mit diesen Erregern belastete Tiere reagieren nur mit einer ungenügenden Ausbildung von Abwehrstoffen, was den Wert einer Schutzimpfung erheblich einschränkt. Für den Erfolg von Impfungen ist neben der Beachtung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und rechtlichen Bedingungen ein vertrauensvolles Miteinander von Besitzer und Tierarzt entscheidend.Quelle:www.idt-biologika.de

Myxomatose

Mit der Myxomatose müssen sich Kaninchenhalter und Züchter schon 50 Jahre auseinandersetzen. Aus einem Wildkaninchenbestand in Frankreich, der bewusst infiziert worden war, um die Tiere zu dezimieren hat sich der Erreger rasant ausgebreitet. Neben Kaninchen können auch Hasen erkranken. Schadnager können sich infizieren und so das Virus verbreiten. Als Hauptüberträger gelten Blutsaugende Insekten, was eine Erkrankungshäufigkeit in der wärmeren Jahreszeit nach sich zieht. Die Krankheitserscheinungen sind charakteristisch, beginnen mit einer Entzündung der Lidbindehäute. Schon nach kurzer Zeit kommt es zu Schwellungen im Kopfbereich, an den Geschlechtsteilen und unter der Haut liegenden Knoten. Die Tiere magern ab, erholen sich zum Teil wieder aber bleiben lebenslang infiziert und können andere Tiere anstecken.

MYXO - Erstimpfungen der Jungtiere empfehlen wir im Alter von 12 Wochen Auffrischungsimpfung alle 6 Monate

hilfreicher link:

www.idt-tiergesundheit.de/tierbesitzer/kaninchen/krankheitsbilder-kaninchen/myxomatose/bedeutung/

RHD

RHD-Seuchenzüge sind mit hohen Tierverlusten verbunden und kommen durch einen Virus ausgelöst überall in Deutschland vor. Bei Temperaturen von + 25 °C ist das Virus über einen Zeitraum von dreieinhalb Monaten und bei Temperaturen von + 4 °C sogar siebeneinhalb Monate lebensfähig und infektiös. Ungeimpfte Kaninchen sterben zu 100% nach Infektion mit dem RHD-Virus. Daher ist eine Schutzimpfung die wichtigste und erfolgreichste Vorbeugemaßnahme für Kaninchen in Heimtierhaltung und in Zuchtbeständen.

RHD - Erstimpfung der Jungtiere im Alter von 12 Wochen Auffrischungsimpfung alle 12 Monate

*o.g. Impfempfehlungen beziehen sich auf Jungtiere von geimpften Elterntieren, da hier eine passive Immunisierung mit Bildung von Antikörpern durch die Aufnahme der Muttermilch erfolgt ist.

 

RHD 2

Die Schreckensmeldungen!

+++ Warnungen vor mutierter Form des RHD Virus +++ neuer Virenstamm wird RHD2 oder RHDV2 genannt +++ kein Impfschutz durch herkömmliche Impfstoffe +++ seuchenhafte Ausbreitung in noch nie da gewesener Form +++ auch Feldhasen betroffen +++ kann auch durch Heufütterung übertragen werden +++ keine Anzeichen +++ versterben innerhalb von Stunden +++ RHD 2 tritt auch im Winter auf +++ usw. usw.<b/>

Die suggerierte Lösung!

Nachdem allerlei neue Impfstoffe aus Deutschland versagt haben sollen es unbedingt weitere neue Impfstoffe aus Frankreich und Spanien und wer weiß woher sein. Nichts gegen die deutsch - französische Freundschaft, aber ausgerechnet Frankreich? Die Seuchengeschichte des Landes ist lang. Die aktuelle Panikmache steht dabei jedoch im unlogischen Widerspruch dazu, dass RHD1 + 2 immer noch nicht wieder meldepflichtige Krankheiten sind.

Uns fällt auf, dass RHD2 zeitgleich mit dem in Verkehr bringen der neuen Impfstoffe auftrat, welche wohl alle im Schnellverfahren zugelassen wurden.

Impfempfehlungen für Endemiegebiete werden aktuell deutschlandweit auf alle Kaninchen in der Heimtierhaltung übertragen. Häufig ungeachtet des passiven Impfschutzes bei Jungtieren den diese schon durch die Muttermilch geimpfter Elterntiere erlangt haben, oder ohne die Berücksichtigung der bisherigen angewandten Impfstoffe der Vorjahre bei älteren Kaninchen.

Inzwischen gibt es sage und schreibe 8 Impfstoffe gegen RHD in Europa. Es scheint als werden es jährlich mehr und es wird munter durcheinander geimpft. So konnte es wohl nur eine Frage der Zeit sein bis derartige Seuchenformen Ihren Lauf nehmen.

Wir beruhigen!

Füttern Sie auf jeden Fall weiter naturnah und artgerecht mit Heu und allem was die Natur bietet. Insbesondere vielfältige Kräuter mit antibakterieller und antiviraler Wirkung sind hier ein unersätzlicher Baustein für eine gute Gesundheit.

Seuchenzüge waren schon immer keine Seltenheit. Es ist auch nicht verwunderlich dass sich diese in warmen Wintermonaten wie wir sie die letzten Jahre hatten fortsetzen. Ein Blick auf die deutschlandweiten Mückenvorkommen der letzten Jahre erklärt ebenfalls einen logischen Zusammenhang.

Im Bezug auf Seuchen haben letztlich gesunde Kaninchen eine viel größere Chance verschont zu bleiben. Deshalb achten Sie in erster Linie auf eine artgerechte Haltung, Sauberkeit, eine Kaninchengerechte Futterauswahl und natürliche Parasitenabwehr.

Letztlich ist bei uns und unseren Kaninchenfamilien bisher noch kein einziges Kaninchen dem RHD Virus erlegen und unsere Impfempfehlungen sind von Beginn an seit über 17 Jahren die Gleichen. Wir sind der festen Überzeugung das Mutationen und Resistenzen von Erregern wie auch in der Humanmedizin mit der steigenden Anzahl der Impfstoffe unweigerlich zunehmen wird.

Mit Impfstoffen verdienen Pharmakonzerne Milliarden! und so können Impfungen eine Lizenz zum Gelddrucken sein. Neue Impfungen oder Impfstoffe spülen munter weiter Geld in die schon übervollen Kassen der Konzerne.

hilfreiche Links:

www.idt-tiergesundheit.de/tierbesitzer/kaninchen/krankheitsbilder-kaninchen/rabbit-haemorrhagic-disease/bedeutung/

www.mueckenatlas.de/Content/Map/Map.aspx

natürlich gegen Parasiten

www.kaninchenhofladen.de/de/natuerlich-heilen/vorsorge-notfall/intestinal-cure-50g

 

Kaninchenschnupfen

Dem Kaninchenschnupfen liegt eine Mischinfektion zugrunde. Die Haupterreger sind Pasteurellen und Bordetellen.Von manchen Züchtern wird ein ansteckender von einem sporadisch auftretenden Schnupfen infolge von "Erkältung" unterschieden, was jedoch nicht richtig ist.In jedem Fall muss damit gerechnet werden, dass die genannten Erreger beteiligt sind. Sie führen in Abhängigkeit von der Reizlage der Tiere zu unterschiedlichen Erscheinungen. Der Schnupfen zeigt sich durch häufiges Niesen mit zum Teil schleimigem bis eitrigem Sekret an der Nase und ist schon aus der Entfernung zu hören. Auch Tiere, die völlig gesund erscheinen, können Schnupfenerreger in sich haben. wird Widerstandskraft des Körpers geschwächt, sei es durch Transport- und Ausstellungbedingtem Stress oder durch ungünstige Klimafaktoren, kommt es zu massenhafter Vermehrung der Erreger auf der Nasenschleimhaut. Besonders groß ist die Ansteckungsgefahr auf Ausstellungen, wenn direkter Kontakt zu niesenden Tieren gegeben ist. Die Erkrankung führt kaum zu schweren Krankheitserscheinungen und nur in seltenen Fällen zum Tode, verläuft vorwiegend chronisch. Das Wohlbefinden der Tiere wird jedoch erheblich eingeschränkt, deshalb sind Maßnahmen gegen diese Erkrankung auch aus Gründen des Tierschutzes geboten. Eine Behandlung mit Medikamenten bringt keine sicheren Erfolge, ist darüber hinaus mit erheblichen Kosten verbunden. eine regelmäßige Schutzimpfung über einen langen Zeitraum, verbunden mit hygienischen Maßnahmen ist deshalb dringend zu empfehlen.

Sie sollte nach dem folgenden Impfschema durchgeführt werden:

jährliche Impfung aller Tiere des Bestandes vor Zuchtbeginn Nachimpfung nach 2 Wochen Auffrischungsimpfung nach 6 Monaten Jungtiere: Impfung der nach dem Absetzen Auffrischungsimpfung nach 6 Monaten tragende Häsinnen dürfen nicht im letzten Trächtigkeitsdrittel geimpft werden.