kleine Heukunde

Heu ist das Brot unseres Heimkaninchens - und so wichtig das es uns eine extra Seite Wert ist!

Ein Wildkaninchen ernährt sich natürlicher Weise in erster Linie von frischen Gräsern, Blüten, Kräutern, Blättern, Rinden und Zweigen und Pflanzenwurzeln. Sie sind in der Lage alle Nährstoffe die sie brauchen über eine Mischung aus o.g. Nahrungsmitteln zu bekommen. Sie synthetisieren Vitamine in ihrem Blinddarm, welche sie mit dem Blinddarmkot aufnehmen und so Vitamin C speichern. Kaninchen haben einen dünnwandigen Magen und einen langen Darm und die Verdauung funktioniert nach dem Prinzip oben rein - unten raus. Deshalb nehmen Kaninchen über den Tag verteilt unzählige kleine Mahlzeiten zu sich. Zudem wachsen die Zähne der Kaninchen zeitlebens und sind deshalb auf einen ständigen Zahnabrieb angewiesen.

Die Nahrungsbedürfnisse unserer Heimkaninchen unterscheiden sich auch heute nicht von denen ihrer wilden Verwandten. So wäre die gesündeste Nahrung für unsere Kaninchen eine schöne frische Kräuterwiese und eine Mischung von Obst- und Laubzweigen mit und ohne Blattwerk, sowie Blüten und Wurzelwerk, Die rohfaserhaltigen Futtermittel halten den Darm in Schwung und durch das reichliche Zermahlen der Nahrung werden die Zähne gut abgenutzt.

Gutes, hochwertiges Heu besteht idealer Weise aus 40 - 95 verschiedenen Gräsern und verschiedensten Gewürz- und Teekräutern - unseren bekannten Heilkräutern mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen und ätherischen Ölen. Bodenbedingt steht es uns leider nicht Deutschlandweit zur Verfügung. Denn in den Flachlandregionen können viele Gräser und Kräuterarten auf den kargen Böden nicht „Fuß“ fassen.

Deshalb führen uns unsere „Heu Exkursionen“ jedes Jahr in die schönsten Gebirgsregionen Deutschlands, z.B. durch die Naturparks Thüringer Wald und dem Schwarzwald, bis hin zur Schwäbischen Alb und natürlich dem Allgäu ab 900m.

Da die Heuernte jedes Jahr von der Witterung abhängig ist, sind wir alljährlich auf der Suche nach besonders einzigartigen Sorten, welche sich durch Ihre Schmackhaftigkeit auszeichnen, gesundheitsfördernd sind und sich deutlich von dem faden Einerlei der Einzelhändler anderer Onlineanbieter unterscheiden.

Denn wie schon Andreas Rühle sagte: „Kaninchen würden Wiese kaufen“. Da dieses schon Wohnort bedingt nur ganz wenigen der Kaninchenhalter möglich ist täglich die wertvolle Wiese der Gebirgsregionen zu beschaffen haben wir es uns zum Auftrag gemacht all den übrigen Kaninchen das beste Heu dieser Regionen zur Verfügung stellen zu können. Denn mit gutem Heu und Mischungen von verschieden getrockneten, Kräutern, Blätter, Blüten und Samen können wir am besten der ursprünglichen Ernährung unserer Kaninchen nachkommen.

Gutes Heu steht uns nicht unendlich zur Verfügung. Die gute Qualität unserer auserwählten Heusorten hat sich rumgesprochen und so steigt unser Bedarf jährlich. Da ist es wichtig dafür Sorge zu tragen, dass uns jedes Jahr mehrere Tonnen zur Verfügung stehen. Unsere Heubauern mähen daher nicht einfach nur Heu – sie Ernten es und arbeiten stets im Einklang mit der Natur. Dazu gehören die nachhaltige Nutzung der Naturwiesen, keine Düngung und Spritzmittel, keine Beweidung und eine naturnahe Heuproduktion. Eine möglichst händische Ernte mit Sensen und Heuen, eine Mahd mindestens einmal alle zwei Jahre und maximal einmal pro Jahr bei schonender Bearbeitung durch eine hohe Schnitthöhe. Eine sorgfältige Trocknung und Lagerung, sowie handverlesene Verpackung. Das Heu bleibt immer lose und wird niemals in einen Ballen gepresst.

Echtes Heu ist nicht einfach nur getrocknetes Gras. Die Summe all der Blüten, Blätter, Gräser und Kräutern macht es zu einer uralten Naturarznei. Eine Frische und Heilkraft die den Organismus mit Energie und Lebenskraft versorgt.

Der Standort und Schnittzeitpunkt, sowie die Wachstumsbedingungen und auch die Gräservielfalt haben großen Einfluss auf die Heustruktur, also die Wiesenlage, die Böden, aber auch der Zeitpunkt der Heuernte - so unterscheiden sich der 1. Schnitt und 2. Schnitt.

Der 1. Schnitt - die Heumahd wird bei gutem Wetter im Frühsommer ab Juni geerntet, duftet nach einer frisch-grasigen Frühsommerwiese und besitzt einen hohen Rohfaser-, Kalzium sowie Phosphorgehalt. Dieses Heu enthält zarte faser- und kohlehydratreiche Gräser bis zur ersten Blüte. Die Gräser und Kräuter enthalten noch Samen mit hochwertigen Proteinen.

Der 2. Schnitt - Grummet wird im Hochsommer geerntet, duftet krautig und nach ausgereiften Wiesenkräutern, enthält zusätzlich zu den Gräsern und deren Samen häufig verschiedenste Kräuterblüten und viele grobe Stiele und Blätter ist dadurch voluminöser und protein- und nährstoffreicher als der erste Schnitt.

Die Herstellung

Die Bodentrocknung ist die häufigste Art der Heuherstellung. Das Gras wird nach dem Mähen auf dem Feld ausgebreitet, mehrfach gewendet und einige Tage getrocknet. Nach dieser Trocknung wird das Heu sorgsam eingefahren und eingelagert. Ein wichtiger Faktor ist dabei die Witterung. Für ein gutes Heu muss es warm, sonnig und trocken sein. Leider ist das in unseren Breitengraden nicht immer der Fall und das so getrocknete Heu wäre von minderer Qualität, wenn sich durch Regen und Feuchtigkeit Schimmelpilze bilden und das Heu durch Fäulnis ungenießbar machen. Zudem hätten Parasiten die Möglichkeit ihre Eier darin abzulegen.

Bei einer Trocknung auf Reutern wird Gras gemäht und dann auf große Holzstangen aufgebracht. Auf einem Reuter kann das Gras schneller trocknen und wird besser belüftet. Jedoch spielt auch hier die Witterung eine große Rolle und nur bei optimalen Bedingungen kann man hier gutes Heu ernten. Bei schlechten Wetterperioden gilt es daher mit Warmlufttrocknung nachzuhelfen, das ist Aufwändig und Preisintensiv aber nur so können wir sonniges Wetter imitieren und erhalten bestes Heu.

Die Lagerung zu Hause

Auch zu Hause angekommen ist die richtige Lagerung wichtig. Damit die wertvollen Inhaltsstoffe lange erhalten bleiben, lagern Sie unser Heu nach dem Kauf am besten trocken, luftdicht und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Ideal ist eine Lagerung trocken und dunkel in Stoffwäschetonnen, in Kissenbezügen aus Baumwolle, in Pappkartons oder belüfteten Holzkisten.

Wo bekomme ich gutes Heu für Kaninchen?

Die sensible Haltbarkeit von Heu in Verpackungen schränkt das Angebot an hochwertigem Heu im Einzel- und Onlinehandel für Kaninchen sehr ein. So sind Anbieter welche mit Einzelhandelsgeschäften und Discountern zusammen arbeiten gezwungen eine mehrmonatige Lagerhaltung von vorverpacktem Heu in rauen Mengen zu betreiben. In diesen Verpackungen schwindet die Qualität von Tag zu Tag. Um im Preiskampf mithalten zu können wird zudem häufig minderwertiges Heu angeboten.

Duftend, aromatisches Heu stammt nicht von ausgelaugten Feldern der Monokulturen. Nein, es wächst und gedeit auf ursprünglichen Grünlandflächen. Es behält sein einzigartiges Aroma und die absolute Frische in unveränderter Qualität, durch viel Fleiß und sorgfältige Pflege der Wiesenflächen von Heubauernfamilien bis zur Ernte, durch lose Einlagerung auf dem Heustock und durch eine schonende Verpackung erst kurz vor der Bestellung. Viele unserer Heusorten (siehe Spalte rechts) werden nach diesem Prinzip im Einklang mit der Natur hergestellt und in unserem Onlineshop angeboten solang der Vorrat reicht.

 

 

 

LÖWENZAHNKRÄUTERHEU


das "Filet" unter den Heusorten!


SCHWARZWÄLDER KRÄUTERBLÜTENHEU


die NR.1 bei unseren Hofkaninchen, einzigartig in Zusammensetzung und Aroma


GRÜNHAFERHEU


kaum Stärke aber hoher Rohfaseranteil, wirkt Stoffwechsel anregend, reguliert die Verdauung; stärkt die Abwehrkräfte uvm.


TÜBINGER WIESENHEU


schonend heißluftgetrocknet, die kräuterarme Alternative insbesondere für Blasengrieskaninchen zu empfehlen


TIMOTHEY HEU


ein Geheimtipp für Kaninchen, ganz besonders für allergische und rekonvaleszente Zwerge


MARSCHWIESENHEU


von den artenreichen Lebensräumen der Feuchtwiesen


THÜRINGER NATURWIESENHEU


typisch waldig-moosiger Duft des Thüringer Waldes


WEITERE HEUVARIANTEN



jedes Heu kann nach belieben abwechslungreich mit verschiedenen Kräuter, Blüten und Blattmischungen angereichert werden